SÄGEMEHL STATT RASEN - die Erste Mannschaft zu Gast beim Schwingklub Rothenburg
- Pascal Zimmermann
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Gestern durfte unsere erste Mannschaft im Rahmen der Wintervorbereitung eine
Trainingseinheit der etwas anderen Art erleben. Statt feinem Kurzpassspiel und
Torabschlüssen hiess es ausnahmsweise: ab ins Sägemehl! Wir erhielten Gastrecht beim
Schwingklub Rothenburg und wurden dort von Spitzenschwinger und Eidgenosse Lang Sven sowie Klubpräsident Emmenegger Lukas persönlich in Empfang genommen.
Bevor jedoch irgendjemand ans «Zusammengreifen» denken durfte, stand ein gründliches
Aufwärmen auf dem Programm. Von der Nackenmuskulatur über Rücken, Ober- und
Unterarme bis hin zu Bauch/Beine/Po – kein Muskel blieb unberührt. Spätestens nach den
schweisstreibenden Kraft- und Ausdauerübungen wussten auch die Letzten: Schwingen ist
alles andere als ein gemütlicher Sonntagsspaziergang.
Anschliessend ging es ans Eingemachte. Kurz, Brienzer, Hüfter, Wyberhaken oder Gammen – unsere Jungs wollten das volle Programm und sie bekamen es auch. Kaum waren die ersten Schwünge erklärt, wurde bereits eifrig duelliert.
Für hochgezogene Augenbrauen sorgten dabei einige unerwartete Resultate: Als favorisiert
gehandelte Amateurschwinger wie Durand Noe mussten sich gleich mehrfach geschlagen
geben, unter anderem gegen die eher als Aussenseiter gestarteten Trainer Zimmermann Pascal sowie Kapitän Di Berardino Davide, die beide ihre verborgenen Wadenbeisser- und
Sägemehl-Qualitäten unter Beweis stellten.
Die grösste Überraschung gelang aber Williner Norman. Sonst eher als «Badhose» bekannt, entwickelte er sich an diesem Abend zu einem richtig Bösen. Im Dress des FC Bayern legte er seine Gegner reihenweise mit der Maximalnote ins Sägemehl, darunter auch Unternährer Marc, dem man angesichts seiner regelmässigen horizontalen Aktivitäten insgeheim etwas mehr Gegenwehr am Boden zugetraut hätte.
Natürlich wollten sich einige Mutige auch mit den beiden Profis Lang und Emmenegger
messen. Doch selbst die älteren Di Berardino-Brüder, ausgestattet mit Oberschenkeln wie
Baumstämme, wirkten neben ihnen eher wie Schulbuben und wurden ohne grossen
Kraftaufwand kurzerhand «schlafengelegt».
Wenig überraschend konnten unsere Spargeltarzane rund um Portmann Jan, Amir Janyar oder Macheras Ruben – letzterer zudem noch leicht von Knieproblemen gehandicapt – keine grossen Sensationen liefern. Wer weiss allerdings, was ohne diese Einschränkungen möglich gewesen wäre…
Die erste Mannschaft bedankt sich herzlich beim Schwingklub Rothenburg, sowie bei Sven
und Lukas für diese grossartige und lehrreiche Erfahrung. Nun gilt der Fokus aber wieder dem runden Leder, mit dem klaren Ziel, zum Rückrundenstart den FC Sempach lieber mit
Traumkombinationen als mit einem Wyberhaken zu bezwingen.
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